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VMware wird teuer, die eigentliche Frage ist aber eine andere

Inhaltsverzeichnis

In den letzten Monaten haben viele IT-Leiter beim Öffnen ihrer VMware-Renewal-Angebote ein unangenehmes Gefühl gehabt. Seit der Übernahme von VMware durch Broadcom hat sich das Lizenzmodell massiv verändert. Perpetual-Lizenzen wurden durch Abonnements ersetzt, Produkte wurden gebündelt und neue Mindestanforderungen eingeführt. Für viele Unternehmen bedeutet das deutlich höhere Kosten, die sich im Bereich von mehreren hundert Prozent befinden können.

Kein Wunder also, dass aktuell sehr viele Organisationen nach Alternativen suchen. Befragungen zeigen sogar, dass ein großer Teil der VMware-Kunden mittelfristig plant, einen Teil seiner Workloads auf andere Plattformen zu verlagern.

Doch die entscheidende Frage lautet eigentlich nicht:

Welche Alternative zu VMware gibt es?”

Sondern:

Welche Virtualisierungsstrategie passt langfristig zu unserer IT?”

Warum viele Unternehmen gerade jetzt ihre Virtualisierungsstrategie überdenken

Warum viele Unternehmen gerade jetzt ihre Virtualisierungsstrategie überdenken

Der Markt für Servervirtualisierung verändert sich gerade stärker als in den letzten zehn Jahren. Drei Entwicklungen treiben diesen Wandel besonders stark:

1. Lizenzmodelle werden zum strategischen Risiko

Viele Unternehmen haben ihre Infrastruktur über Jahre rund um VMware aufgebaut. Die aktuellen Änderungen zeigen jedoch deutlich, wie abhängig man von einem einzelnen Anbieter werden kann.

Neue Mindestlizenzanforderungen, wie CPU-Core-Limits oder verpflichtende Produktbundles, können dazu führen, dass Infrastruktur plötzlich deutlich teurer wird als geplant. Das zwingt IT-Abteilungen dazu, ihre Plattformstrategie neu zu bewerten.

2. Virtualisierung ist längst kein Differenzierungsmerkmal mehr

Die eigentliche Virtualisierungstechnologie ist heute weitgehend standardisiert. Moderne Hypervisoren, egal ob VMware, KVM oder andere Lösungen – liefern sehr ähnliche Kernfunktionen:

  • Hochverfügbarkeit
  • Live-Migration von virtuellen Maschinen
  • Snapshot- und Backup-Mechanismen
  • Clustering und Skalierung

In vielen Szenarien unterscheiden sich Plattformen daher weniger durch ihre technischen Fähigkeiten als durch ihr Ökosystem, ihre Architektur und ihre Betriebskosten.

3. Open-Source-Virtualisierung wird unternehmensreif

Lange Zeit galten Open-Source-Hypervisor eher als Lösung für Labs oder kleinere Umgebungen. Das hat sich deutlich verändert. Moderne Plattformen wie Proxmox VE kombinieren mehrere Technologien in einer integrierten Plattform:

  • KVM für klassische virtuelle Maschinen
  • LXC für Container-basierte Workloads
  • integrierte Cluster- und HA-Funktionen
  • Web-basierte Verwaltung ohne zusätzliche Managementserver

Damit lassen sich heute auch größere Infrastrukturen effizient betreiben.

Ein weiterer Vorteil: Viele Funktionen sind bereits integriert und benötigen keine zusätzlichen Lizenzmodule.

Wann sich eine VMware-Alternative wirklich lohnt

Nicht jedes Unternehmen muss VMware verlassen. In manchen Umgebungen bleibt es weiterhin die richtige Plattform. Eine Migration kann jedoch sinnvoll sein, wenn mehrere dieser Faktoren zutreffen:

Hohe Lizenzkosten im Verhältnis zur Infrastruktur

Wenn Virtualisierung einen großen Teil des Infrastruktur-Budgets bindet, lohnt sich eine Neubewertung.

Fokus auf Linux-basierte Workloads

Viele moderne Plattformen und Anwendungen laufen ohnehin auf Linux. In solchen Umgebungen lassen sich alternative Hypervisor oft sehr effizient betreiben.

Wunsch nach mehr technologischer Unabhängigkeit

Open-Source-basierte Plattformen reduzieren den Vendor Lock-in und erhöhen die Flexibilität bei Architekturentscheidungen.

Neue Infrastrukturprojekte

Besonders bei neuen Clustern, Edge-Infrastrukturen oder Testumgebungen kann ein Plattformwechsel einfacher sein als in bestehenden Umgebungen.

Der häufigste Fehler bei VMware-Migrationen

Viele Unternehmen betrachten eine Migration ausschließlich als technische Aufgabe:

VM exportieren → Plattform wechseln → VM importieren.

In der Praxis funktioniert das selten gut, denn eine Virtualisierungsplattform beeinflusst viele Bereiche der IT-Architektur:

  • Storage-Design
  • Netzwerkarchitektur
  • Backup-Strategie
  • Monitoring
  • Automatisierung
  • Security-Modelle

Eine erfolgreiche Migration beginnt deshalb fast immer mit einer Architekturbetrachtung, nicht mit einem Migrationstool.

Die fünf wichtigsten Fragen vor einem Plattformwechsel

Bevor man eine VMware-Alternative einführt, sollten IT-Teams einige grundlegende Fragen beantworten:

1. Welche Workloads laufen tatsächlich auf der Plattform?

Oft zeigt sich, dass viele Systeme bereits containerisiert oder cloudfähig wären.

2. Welche Funktionen werden wirklich genutzt?

Viele VMware-Umgebungen nutzen nur einen Teil der verfügbaren Features.

3. Wie sieht die Storage-Architektur aus?

Hypervisor-Migrationen und Storage-Architekturen hängen eng zusammen.

4. Welche Automatisierung existiert bereits?

Infrastructure-as-Code und API-Integration spielen eine immer größere Rolle.

5. Wie soll die Infrastruktur in fünf Jahren aussehen?

Hybrid-Cloud, Container-Plattformen und Edge-Computing verändern die Anforderungen an Virtualisierung.

Fazit: Die VMware-Frage ist eigentlich eine Architekturfrage

Der aktuelle Marktumbruch zwingt viele Unternehmen dazu, ihre Infrastrukturstrategie neu zu überdenken. Das ist zunächst unbequem – kann aber auch eine Chance sein. Denn wer seine Virtualisierungsplattform heute neu bewertet, beschäftigt sich automatisch mit wichtigen Fragen:

  • Wie flexibel ist unsere Infrastruktur?
  • Wie abhängig sind wir von einzelnen Herstellern?
  • Wie gut sind wir auf zukünftige Workloads vorbereitet?

Und genau diese Fragen entscheiden letztlich darüber, ob eine IT-Plattform langfristig tragfähig ist.

Klingt spannend? Reden wir darüber

Der stabile Betrieb von Virtualisierungsplattformen ist entscheidend für Verfügbarkeit, Performance und Sicherheit.

Wir betreiben bei ONTEC seit vielen Jahren komplexe Umgebungen, sowohl mit VMware als auch mit Proxmox VE und beobachten, dass gerade letzteres als Alternative zu VMware immer stärker nachgefragt wird. Wir arbeiten mit klar definierten SLAs, direktem Zugang zu unseren Expert*innen und einem ganzheitlichen Blick auf Infrastruktur, Applikationen und Security.

Als ISO 27001 zertifiziertes Unternehmen mit ISAE 3402 geprüften Kontrollen erfüllen wir höchste Sicherheits- und Compliance-Anforderungen.

Ob Betrieb, Optimierung oder Plattformwechsel: Lassen Sie uns gemeinsam die passende Lösung für Ihre Umgebung finden.

Hannes Gruber
ONTEC AG

Kundenorientierung bedeutet für mich sich in die Lage des Kunden versetzen zu können. Genaues Zuhören, verstehen und ein fachlich top aufgestelltes Team sind hierbei entscheidend, um den Kunden die optimale Lösung anzubieten.

M: +43 664 839 98 93
h.gruber@ontec.at

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